12
Mai
2009

marie

wenn ihr, leute, sonnenbrillen tragt, und wenn ihr glaubt, man weiß dann nicht, wohin ihr seht, da täuscht ihr euch. ihr bewegt nämlich weniger nur die pupillen wohin, wenn was is', sondern den ganzen kopf, sodass ihr schon ein ganzes kopfversteck tragen müsstet, wolltet ihr, man sehe nicht, wohin ihr seht.
oder halt kopf nicht drehen. oder halt ohnehin unverhohlen anstarren.

ich bin ein gefährdetes wesen. man müsste mich auf eine liste setzen, aufmerksam machen, mich in ruh zu lassen.
sonst is die homöostase im arsch. ey.

&mein ggw. can-lieblingslied:
http://www.youtube.com/watch?v=6PDpBKqukFU

11
Mai
2009

das himmelblaue haus vis-a-vis des eurospar

in letzter zeit bekomme ich ständig schlagwortartig politische manifeste aus der technosphäre um die ohren oder besser gesagt, sie ziehen rasend an meinen augen vorbei so schnell ich kann. das ist ja meine arbeit auch.
allerdings gibt es hier subliminale krafteinwirkungen, die- wie ein unscheinbarer schwerkörper die erde- ein wenig meine bahn ablenken. das ist gewiss, aber nur im rückschluss zu erfahren.
ich lese nicht verstehend, sondern taste die texte nur nach TAGS ab, und doch ist da ein impact, na.
ich werde also inert kürzester zeit zum technophilen aktivisten und sogleich eintauchen in die noosphäre, und ein bisschen denken ohne hirn. und das ist gar nicht als kommentar zu verstehen.
naja, ich schreib halt wieder öfter, nicht, dann kommt vielleicht auch irgendwas bei raus.
&Friederike Mayröcker wohnt im himmelblauen haus ums eck.

27
Feb
2009

eleni mandell

man muss sich den anderen hingeben und sich selber treu bleiben, sagt montaigne. der satz, negativ ausgedrückt, beschreibt mich derzeit ziemlich genau; ich werd mich aber wieder ändern, nicht, doch die sache mit dem hingeben - naja, da scheint wahrscheinlich eine starke ich-integrität voraussetzung zu sein, das tun zu können - ohne schaden zu nehmen; oder aber man müsste ich-integrität ganz aufgeben- dann kömmet man aber wieder mit dem zweiten teil des satzes in konflikt..
einerlei.
eleni mandell macht sehr angenehme singer/songwriter- sachen mit wunderbarer altstimme.

25
Feb
2009

ausgedrücktes schlechtigkeitsgefühl

.. - und das ergebnis von viel bier vorabends, schlaf bis nachmittags und viel kaffee ohne essen danach- hätte man- ihr seid sicherlich beglückt- bis vor kurzem noch in meiner kloschüssel in der einheit seiner mannigfaltigkeit bewundern können, hätte ich es nur noch nicht den wiener stadtwerken übergeben, mit einer durch und durchkomponierten duftnote signiert.
es handelte sich hier eben nicht um eine art protoplasma, das noch nicht in die welt & d.h. für uns in erscheinung getreten wäre, eine art unendlich-differenzierter & daher völlig chaotischer URBREI, sondern es ist ja das, was von welt übrigbleibt, nachdem es gelebt worden ist. kurz: die totale scheiße.

school of seven bells

- trotz der vielen vorahnungen heidegger gelesen. wie befürchtet von seiner sprache bisschen vergewaltigt worden; bei manchen sätzen kommt noch das große kotzen= eine natürliche abwehrreaktion, aber es wird zunehmend weniger. wenn nichts mehr kommt, ist es zu spät.
heidegger-texte saugen dir das blut aus, bis du nur mehr zappelnd am boden brabbelst blablabla

- school of seven bells machen sehr sehr hübsche psychedelische popsongs. kommen im märz nach de und wien.

16
Feb
2009

weltkomik

- und es gibt, wie ich persönlich erfahren habe, soetwas wie ein äquivalent zum (jugendlichen) weltschmerz: nämlich alles völlig grundlos komisch zu finden. Zum Lachen. Es ist doch eigentlich alles Zum Lachen.
so ein zustand hält aber nur an bis zum ersten elend, das einem begegnet, und das heißt höchstens ein paar minuten.

herrliche momente.

nico

so. ein nächstes lang gehegtes desiderat - sartre- abgehakt. in aller redlichkeit beiseitezulassen. nicht notwendig für irgendeine stimmige sozialphilosophie; taugt nicht einmal, um sich negativ davon abzusetzen. zum Lachen.

- bei kindern sieht man doch genau, was wir sind und was wir wollen. es ist halt alles mehr oder weniger versteckt oder weggedrückt. zum vorschein kommt das alles wieder, wenn wir außer uns sind. im verliebtsein und im hollywood-kino.

da: wunderbar intensives nico- konzert anfang der 80er. dazu kommt ein vielleicht nicht ganz unschuldiges rezipieren der meisterin schlimmer zustand.

all tomorrows parties

26
Jan
2009

die wörter statt der pupillen sich bewegen lassen= revolutionär

je schlechter etwas geschrieben ist, desto schneller muss ich es lesen; muss umgekehrt proportional zum grad x der abgestandenheit und banalität der sätze y mal die zeit komprimieren. so lese ich manch standard- zeitungsartikel in ein paar sekunden oder einen 500-seiten-trash-SF in 5, 6 stunden.
nun gibt es aber leider- gott hab erbarmen- eine absolute pupillenvertikalitäts-hin-und-her-huscherei- grenze, sodass ich die kronenzeitung z.B. gar nicht lesen kann. die für diese zeitung nötige lesegeschwindigkeit würde meine pupillen in irgendeiner ecke hängen bleiben lassen, es wäre dann das weiße in meinen augen zum vorschein gebracht- und solch leute sehen ja immer bisschen verrückt aus, die das so machen. will ich also nich.
eine letzte möglichkeit, fällt mir ein, könnte man so ausüben: den blickfokus statisch genau in die mitte des textes richten und dann diesen von allen seiten zusammenziehen wie ein gravitationszentrum. die zeilen werden zu zentripetal bewegten spiralen verfügt und in der mitte verschluckt. wo ja ich bin und sauge und schlucke. schmatze, spucke und patze. und fitzefitzefatze, weil is ja da bei auch egal.

doch:
ob dies reicht?

demnächst.


hier ein, wie ich finde, beglückendes kleines klavierstück.
viel spaß.

5
Jan
2009

parenthetical girls

ein hit, sag ich euch
a song for ellie greenwich
hinreißend.

2
Jan
2009

musikstunde

usual lamento:
manch eine/r hat (mir) nichts zu sagen, sagts aber mit je umso größerer Bestimmtheit.

musik:
aus unserer serie: GROSZE MEISTER AUS ÜBERSEE:
Jason Molina aka songs: ohia aka magnolia electric co;
heute mit hard to love a man. achtung: ungeschützte intimität.

and i give you the great DIAMANDA GALAS, gewaltige stimm-performerin;

und,
a bissi industrial. industrial will dich affektiv verunstalten, also auch hier aufgepasst. es ist PSYCHIC TV mit
Roman P..

schluss jetzt. abbruch.
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