arendt argument
gutes argument gegen gewaltakte als politisches instrument für marginale gruppen
es ist doch der fall, sagt frau arendt in 'macht und gewalt', dass in bestimmten gruppen minoritärer art eine geschichtsphilosophie (implizit) unterlegt ist, die die geschichte als eine mehr oder weniger automatisch bzw. determiniert vonstatten gehende angelegenheit versteht. davon abgeleitet bliebe also nur übrig, einen krieg zu führen oder eine revolution zu machen, um die ansonsten unbeeinflussbaren verhältnisse zu ändern.
das, sagt frau arendt, wäre ein starker grund für solch einen gewalttätigen akt, er ist aber nicht sehr plausibel.
"In Wahrheit jedoch ist es die Funktion jeden Handelns, im Unterschied zu einem bloß reaktiven Sichverhaltens, Prozesse zu unterbrechen, die sonst automatisch und damit voraussagbar verlaufen würden." (arendt, macht und gewalt, piper 1970; 35)
dies meint jedes (politische) handeln in seiner möglichkeit, neue handlungsketten zu beginnen und sich so mit anderen handlungen zu dritten und vierten wirkungen unvorhersehbar zu verbinden. sodass in der resultante recht exakt das gegenteil eines automatismus erscheint.
damit ist die 'gewaltlösung' - ihrer legitimität befreit- unbefristet entlassen. bitteschön.
eine solche subjektphilosophie, sachichmal, soll man ruhig mal bisschen wieder gegen diverse diskurstheorien in position bringen, um das GESAMTBILD ins rechte licht zu rücken, versteht sich;
es ist doch der fall, sagt frau arendt in 'macht und gewalt', dass in bestimmten gruppen minoritärer art eine geschichtsphilosophie (implizit) unterlegt ist, die die geschichte als eine mehr oder weniger automatisch bzw. determiniert vonstatten gehende angelegenheit versteht. davon abgeleitet bliebe also nur übrig, einen krieg zu führen oder eine revolution zu machen, um die ansonsten unbeeinflussbaren verhältnisse zu ändern.
das, sagt frau arendt, wäre ein starker grund für solch einen gewalttätigen akt, er ist aber nicht sehr plausibel.
"In Wahrheit jedoch ist es die Funktion jeden Handelns, im Unterschied zu einem bloß reaktiven Sichverhaltens, Prozesse zu unterbrechen, die sonst automatisch und damit voraussagbar verlaufen würden." (arendt, macht und gewalt, piper 1970; 35)
dies meint jedes (politische) handeln in seiner möglichkeit, neue handlungsketten zu beginnen und sich so mit anderen handlungen zu dritten und vierten wirkungen unvorhersehbar zu verbinden. sodass in der resultante recht exakt das gegenteil eines automatismus erscheint.
damit ist die 'gewaltlösung' - ihrer legitimität befreit- unbefristet entlassen. bitteschön.
eine solche subjektphilosophie, sachichmal, soll man ruhig mal bisschen wieder gegen diverse diskurstheorien in position bringen, um das GESAMTBILD ins rechte licht zu rücken, versteht sich;
snuet - 17. Okt, 19:30
