[>>]

zustandsprosa

25
Feb
2009

ausgedrücktes schlechtigkeitsgefühl

.. - und das ergebnis von viel bier vorabends, schlaf bis nachmittags und viel kaffee ohne essen danach- hätte man- ihr seid sicherlich beglückt- bis vor kurzem noch in meiner kloschüssel in der einheit seiner mannigfaltigkeit bewundern können, hätte ich es nur noch nicht den wiener stadtwerken übergeben, mit einer durch und durchkomponierten duftnote signiert.
es handelte sich hier eben nicht um eine art protoplasma, das noch nicht in die welt & d.h. für uns in erscheinung getreten wäre, eine art unendlich-differenzierter & daher völlig chaotischer URBREI, sondern es ist ja das, was von welt übrigbleibt, nachdem es gelebt worden ist. kurz: die totale scheiße.

4
Jun
2008

kleines assoziationsfeld zur wiedereinführung

freischwebendes snuet referiert ein wenig über es selbst, weil es gar nichts anderes gibt gerade außer regen und nässe, schlechte literatur, unvollständig angeguckte abel ferrara - bibelgeschichten. und eine arg in mitleidenschaft gezogene distanzierung von notwendigen arbeiten.
so brauche ich, um den abstand zu halten, den bewusstseinsstrom fortzuhalten von der arbeit, mehr und mehr psychische ressourcen; ist die voranschreitende zeit, die sukzessive reduktion des zeitabstands zwischen jetzt und TERMINUS der jeweilig sich potenzierende multiplikator des notwendigen kraftflusses, der erst einmal nur verwendet werden kann, um die fordernde seite zu blockieren.
daraufhin- wasserdruck- bricht sich diese psychische potenz eh immer wieder eine neue bresche woanders, woandershin: da irgendwo bin ich jetzt zB, auf der anderen seite.

breschen- und lochlokalisation aber total übermenschlich manipuliert:
seine eigenen zwangsreaktionen vorhersehen können und instrumentell mit ihnen arbeiten. lauter kleine lineare maschinen existieren da fröhlich zwitschernd, ein jedes erregt um aufmerksamkeit heischend, und wollen gefüttert werden, wollen was prozessieren; in die gibt man a, und bekommt man klar b. gibt man zB dem ekel viel nahrung, bekommt man neuen output aus dem mund. geht man zum zahnarzt, bekommt man schöne neue angstzustände. malträtiert man den oberarm lang genug und macht ein peeling, bekommt man mehr sex. versucht man sich erfolgreich als unterschieden zu begreifen von seinen gefühlen, fühlt man weniger. alles eine frage der anwendung, und zunehmender entrücktheit, wahrscheinlich, ziemlich meschugge alles.

es ist hier vonstatten gegangen eine insgesamte neuorganisation meines relationssystems.
neue beziehungen zwischen körper und begehren,
neue beziehungen zwischen anderen instanzen, sowohl in meiner inneren wirklichkeitsstruktur, als auch zu manch mensch in umgebung.

ich bin allerdings in meinem identitätserzählfluss etwas ins stocken geraten. es ist also da weniger ein hochdramaturgischer bruch entstanden in meinem bionarrativ, nein: das, was mich erzählt- ein selbst nämlich, das versucht, der nur jeweils augenblicklich präsenten kontrollinstanz ICH seine richtlinien zu diktieren- dieses selbst, das da grade noch frisch und fröhlich rummanipuliert hat, das ist aktuell konfus, paralysiert, kann sich nicht scharfstellen auf neue gegebenheiten. insofern hab ich mich grade ERZÄHLTECHNISCH* überhaupt nicht im griff. fühl mich wenig ident mit mir grade.

hier nun endlich der witz des tages:
kommt da so ein althusser'scher polizist und ruft: "he du!", dann fühl ich mich gar nicht angesprochen. ich ist ein anderer. da schaut der blöd aus der wäsche. und mit ihm alle ideologischen staatsapparate.
die können mich nicht mal.
harhar.


*dies hier ein versuch. man merke dem geschriebenen an, was ich über es geschrieben habe.

11
Sep
2007

transformer

techniken des selbst: wie man sich auf sich anwendet; das reflexive persönlichkeitsprogramm

- schillernde schwärme an psychischen stabilisatoren installieren (re-entry von verdrängungen bzw. irrationale folgewirkungen werden ausgeschlossen)

- irrationale bzw. dysfunktionale heteronomien/ imperative finden und zerstören:
objektivierung und neutralisierung des wahrnehmungs- und handlungs - bias (zB gender/class/race/nation; tendenzen des solipsistischen oder größenwahnsinnigen narzissmus);
objektivierung und neutralisierung unerwünschter wahrnehmungen und handlungen; search&destroy programm 1 + revitalisierungsprogramm 1)

- den gesundheits/attraktivitäts - imperativ de- und umkodieren; körper- aufbau training als existenzielle kampfbasis; das gegenwarts-dschungelgesetz wird scheinbar affirmiert, doch gegen es gewendet; was immer du tust: es darf nicht schon am versuch zur bewegung scheitern. etwaige stillstände instrumental nutzen. ehrliche alternative ansonsten: (ästhetisierte) selbstvernichtung.

- antivirus-applikation, die zweite: wunsch- und handlungsraum ohne rücksicht auf spezifische situation zur gänze aufspannen- möglichkeitssinn implementieren; verfeinern. sammlung von wissen dazu notwendig; (search&destroy programm 2 + revitalisierungsprogramm 2)


ziel ist die ideal autonome beherrschung deiner existenz; deines geistkörpers. das basteln von sinn.
wir bauen uns den metaphorisch schlecht gewählten motor, wir wählen den besten metaphorisch schlecht gewählten treibstoff, wir erschaffen die route, das ziel.

wichtige anmerkung: der modellierungsprozess erfordert begleitende soziale entitäten. das individuum als unteilbares existiert nicht, es muss sich verbinden. dazu lesen Sie das nächste tutorial Zum Aufgang Ins Licht. ('firewall- technik für bewusst- werdende kollektive in irrationaler umgebung, Vol.1')

dieses VIDEO ist an dieser stelle nicht wirklich hilfreich. es ist sanft und paralytisch. es erinnert mich an eine etwas ältere sache, die wenigstens noch ein wenig treibender gestaltet ward: EIN ANDERES VIDEO
so ändert sich die zeit. haha.

27
Jul
2007

resignatives zwischenspiel

Eben habe ich total einsam im Augarten sitzend zum Jubiläum der 25. Restrukturierung meiner Diplomarbeit entschieden, nun doch mit Foucault anzufangen. Das Schwierige bei Foucault ist ja seine Verwendung unter strenger Vermeidung von massiven Brechreizen. Da muss man mit dem Vokabular anfangen, es dem Jargon entwenden; ach, verdammte Scheiße, ich hab schon genug Schreibhemmungen, nicht das auch noch.
Conclusio: Präzision lass nach. Jetzt geht es um Stil. Total unwissenschaftlich. ha!

Das führt mich leider direkt zur Parole dieses Tages:
Mehr Vielfalt, zu fordern, zum Aufbrauchen von Zeit.
Ich= nunmehr endlich deklarierter Konsumist. Die gute alte Kulturindustrie soll mir armen Opfer über die Tage helfen. Das ist nur recht und billig.
Zerdepper' mich, sonst muss ich selber fantasieren. Und das bedeutet ja Krieg. (s. Eintrag da unten)

Abschließend ein kleines regressives Stück für den narzistischen Weltschmerzler; die DIRTY THREE spielen dich gemeinsam mit CHAN MARSHALL aka Cat Power zurück in dein lächerliches Innenleben.
Auf dass es dauern möge.

Great Waves

30
Mai
2007

teils persönliche notizen und schlichter unsinn

das soll dem s. schon recht sein, dass er sich geriert, als ob er irgendeiner zukunft gewiss sei: ist er es doch auf eigene gefahr.
gestern abend nahm er sich vor, der s., er höre wieder einmal auf mit lungenrauchen, dacht' es, und schon war mit 8h10 min der neue rekord des quartals aufgestellt. (8h davon respektabnötigend im schlaf). da ging er hin, mit dunkelblauem rolli, drunter dunkelblaues leibchen, drüber dunkelblaue jacke, drunter dunkelblauer pulli und wunderte sich mit seinem stirnenthüllenden priesterseminar-seitenscheitel über lauter verwunderte gesichter, die ihm da entgegen kamen. Wohlan (so üblich gesprochen)! Er deutete es sofort als ehrerbietige anerkennung seiner modischen einfälle mit mitten drin- das wichtigste- dem feinsinnigen gesicht.
die dritte person liegt mir gar nicht.
der arbeiterkammer-bibliothekar ward so nett und sprach mir keine Strafe von meinem Konto weg. Das ist sehr löblich für einen arbeiterkammer-bibliothekar, finde ich.
und es ist ein unterschied, ob man alleine sein will oder ob man es erträgt- ein Kommunikationsproblem.
ich selber aber lümmle rum, trinke ein bier und trauere um den tag und die jahre davor: nix is gscheng, nix wird gscheng, doch es ged weida, und a au-fi&dann o-we, späda. witzlos

16
Mai
2007

ein weiterer außerprogrammatischer titel

Seit jenem Morgen belebte sich der Bauch mit Geflirr und Geflatter wie ein Käfig voller Spatzen
Schwangere Frauen können ja ähnlich wie furchtbar kleine Kinderchen einen biologischen Vorteil verbuchen: sie nicht zu verhätscheln ist unverhältnismäßig anstrengend.
Mitnichten kommt jetzt eine Reflexion auf das Biologische in mir. Das ist privat.

8
Mai
2007

allerdings

achwas, wieso nicht. hast du ein anatomisch relativ klares dings zwischen den beinen- sei es nach außen oder innen gebogen- kannst du das gerne als gegeben nehmen und damit machen, was du willst. tatsächlich: invertiere es, so es dich freut, insertiere es, sei es seitwärts, sei es dings. das aber, so sage ich dir durchaus in prophetischem duktus, ist nicht alles, was du tun kannst, nur das wenigste. sei zB ein geschlechtsfabrikant- nimms der sprache nicht übel, so soll man sie unbedingt so ändern, so es sie renaturalisiert- und
ergib dich jener kosungen,
sei begehrlich, hab dich nicht so, erhasche deine hautabschürfungsgenossINNen geschwinde, bevor sie anderwärtig huschen, allerseits.

ich selber delektiere mich distanziert an banalen schallwellen. es ist gar nicht so verschroben.

19
Apr
2007

gottchen

so viel SPASZ hatte ich lange nicht mehr.

da sitze ich nun, und tatsächlich, während ich tippe, es zucken halbkontrolliert die Finger, meine Hände, wetzen die EllBÖGEN am aschenen tische, schwingen die hüften sich vertikal aufs köstlichste im hüftknochenFLEISCH hindurch; der sessel knarrt (ungesund, ist er doch aus Plastik) während CHARLES MINGUS - MOANIN' meine versehrten hörknöchelchen äkstatisch wieder und wieder und wieder traKtiert.
fantastisch.
zu letztem übel noch hinzugefügt miles davis - spanish key und charlie parker - a night in tunisia; und alles ist hin.

:kurzer erlebnisbericht aus der zirkusgasse

7
Dez
2006

elende serien

man zieht und stößt in einem gefolge von CPUs, Tastaturen, Bildschirme, zwischen französischen/amerikanischen/deutschen/philosophischen/soziologischen/fiktionalen bücherdeckeln, (supermärkten&) kaffeetassen und tee, feuer/zigaretten/aschenbecher/mistkübel/müllabfuhr/müllverbrennung, böden, füßen, fingern, und blut, (messer) pflaster und sitzfläche/lehne/arsch&rücken, einzweiaugen, ohren, alban berg, lautsprecher, klobrillen&flüssigkeiten+Klospülung, Glühbirnen&strom&leitungen&turbinen&wasserfluss, quelle, regen, wolken, himmel, sonne/mond&sterne, und immer mehr;
da hast du unzählige elemente, die andauernd etwas machen, mit dir; jedoch, nichts davon macht freude. (hihi)

man muss sich ja, wenn man deleuze liest, allerhand übernehmen: 'empfinde mich nunmehr wahnsinnig mannigfaltig'; wackelkontakt in der birne

4
Dez
2006

normalisierung

vermeidet man ein, zwei wochen jede zielgerichtete tätigkeit, rudert man natürlichweise schon längst in schmerzender konfusiTät; flieg flieg, hinfort, doch. banaler ziegelstein im herzchen aber weiß schon zu beschweren; überlege, ob man überhaupt jemanden respekt zollt, und warum nicht, und warum man dasselbe vorschützt; will ja nicht vor den kopf stoßen; wird deswegen auch nicht allein sein; wird zu dem und dem ganz recht sein;
schon seit wochen keine leidenschaft, diffusiTät; weiß man ja im allgemeinen gar nicht nein, was man da tut;
zu allem überfluss kann man sich doch nicht einen forschungsgegenstand zu recht suchen, vor dem man sich ekelet; das ist ja keine art, bestenfalls therapie im konzentrationsfalle.

: 'lugner-city' = größtes event-CHARAKTERTUM ever.
logo

kinkerlitzchen

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Links

lustige exbäume

messgeraet

Creative Commons

Suche

 

Status

Online seit 1089 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 14. Mai, 23:32

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this topic

twoday.net AGB